Jangida (withania somnifera)

Werbung

Was ist Jangida (Schlafbeere)?

Schlafbeere (Jangida) als Räucherwerk

Jangida (withania somnifera), auch Ashvaganda, Schlafbeere oder Winterkirsche genannt, ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (solanaceae) und gehört zu den wichtigsten Pflanzen der indischen Ayruveda-Medizin. Sie kann eine Höhe von bis zu 1,50 ereichen und gedeiht in ganz Afrika, im Mittelmeerraum, in Vorder- und Südasien sowie in China und auf Mauritius.

Kulturelle Bedeutung

Traditionell findet die Jangida-Wurzel (ähnlich zur Alraune) als Aphrodisiakum (Vajikarana) und Zaubermittel (soll vor Hexen und Magiern schützen) Verwendung. Häufig wurden und werden in Indien aus der Wurzeln dazu auch Schutz-Amulette hergestellt. Außerdem wird die Wurzel bei tantrischen Zaubereien eingesetzt und Liebestränken beigemischt, um eine begehrte oder geliebte Person zu gewinnen.

Jangida räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Jangida – Räucherpflanze

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt die getrocknete Wurzel einen leicht süßlichen Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Jangida hat eine aktivierende, antriebssteigernde und stimulierende Wirkung auf Körper und Geist des Menschen.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich die Schlafbeere hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Ephedra, Fo Ti Tieng, Galanga, GinsengGinseng, Sassafras, Taigawurzel oder Yohimbe verräuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Die Assyrer räucherten die Pflanze bei Zahnschmerzen und auch im heutigen Jemen wird sie noch zu diesem Zweck genutzt.

Anwendung der Schlafbeere als Heilmittel

In der Volksmedizin wird die Schlafbeereenwurzel traditionell bei Altersgebrechen, Impotenz, Entzündungen, als Stärkungsmittel sowie bei Schlaflosigkeit eingesetzt. Die Ayurveda-Medizin nutzt Jangida zudem seit langer Zeit als Aphrodisiakum. In der tantrischen Medizin ist sie auch als „Besiegern des Bösen“ bekannt. Die Wurzel gilt in Asien gemeinhin als Lebenselixier (gleichbedeutend zum Ginseng) und wird als göttliches Heilmittel verehrt.

 

Übersicht der Räucherwurzeln

 

Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 222f.
  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.