Iboga (tabernanthe iboga)

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Tabernanthe Iboga – Räucherpflanze

Bei Iboga (tabernanthe iboga, iboga vateriana, tabernanthe albiflora, tabernanthe bocca, tabernanthe tenuiflora), auch Eboga, Eboka, Ibogastrauch, Ibogawurzel oder Obona genannt, handelt es sich um einen Strauch aus der Familie der Hundsgiftgewächse (apocynaceae), der eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann. Ihre Heimat hat die Pflanze in den tropischen Regionen Zentral- und Westafrikas (u. a. Gabun, Kamerun und Kongo) an wasserreichen Plätzen.

Kulturelle Bedeutung

Seit langer Zeit schon wir Iboga in Afrika von den einheimischen Stämmen für Rituale und Zeremonien aufgrund der psychoaktiven Wirkung ihrer Wurzel (der verantwortliche Inhaltsstoff hierfür ist Ibogain) verwendet. Sie gehört zu den wichtigsten Pflanzen der afrikanischen Schamanen. Ursprünglich soll Iboga wohl von den kleinwüchsigen Pygmäen im Regenwald entdeckt worden sein. Die Eingeborenen Afrikas nehmen Iboga hauptsächlich in Form der gemahlener Wurzelrinde oral ein (teilweise auch als Tee oder alkoholischer Auszug). Die Pflanze wird als rechter Baum der Erkenntnis vereehrt, der laut Legende aus dem biblischen Garten Eden stammen soll.

Iboga räuchern – Nutzung als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreitet die getrocknete und zerkleinerte Wurzel einen holzigen Geruch.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Iboga hat eine anregende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich die Pflanze hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Aztekensalbei, Chodat, Jangida, Lions Tail, Mandrake, Pericon, Styrax, Weihrauch oder Yage mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Schon lange dient Iboga als Räuchermittel und wird von etlichen Stämmen Westafrikas zu kultischen Zwecke eingesetzt: So räuchern u. a. die Biriti, Bwiti, Fang und Mitsogo in ihren Ritualen die Wurzel, um Kontakt zum Jenseits herzustellen sowie bei ihren Heliungs- und Inititationsritualen. Auch in den Zeremonien des Voodookults ist die Verwendung der Pflanze verbreitet. Bei dem Stamm der Mitsogho wird die Wurzel auch zum Hellsehen sowie zur Diagnostizierung von Krankheiten verräuchert.

Räucherset Blume

Anwendung als Heilmittel

In der Volksmedizin Afrikas wird die Iboga-Wurzel seit langer Zeit als Mittel gegen Bluthochdruck, Husten, Fieber, Nervenleiden, Schlafkrankheit und Zahnschmerzen eingesetzt. Zudem verwenden es die Einheimischen als Stärkungsmittel sowie als stimulierendes Aphrodisiakum.

Die moderne Medizin nutzt den psychoaktiven Wirkstoff Ibogain aus der Ibogawurzel teilweise als Therapeutikum zur Behandlung von Suchterkrankungen.

Vorsicht! Iboga gilt als schwach giftig und kann Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen, Schweißausbrüche sowie eine Erhöhung der Herzschlagfrequenz hervorrufen. Im schlimmsten Fall kann bei einer Überdosis der Tod durch Atemlähmung eintreten.

 

Übersicht räucherbarer Hölzer, Rinden und Wurzeln

 

Quellen:

  • Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung; Aarau (Schweiz) 1999.