Erlen (alnus)

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Was ist eine Erle?

Erlen – Räucherpflanze

Bei der Erle (alnus), auch Eller oder Else genannt, handelt es sich um sommergrüne Laubbäume aus der Familie der Birkengewächse (betulaceae). Die Bäume können eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen und sind in den gemäßigten Klimazonen Asiens, Europas sowie Nord- und Südamerikas verbreitet. Weltweit gibt es etwas 35 verschiedene Arten der Gattung Erle.

In Mitteleuropa sind drei Arten der Erle heimisch:

  • Grün-Erle bzw. Alpen-Erle (alnus viridis)
  • Grau-Erle bzw. Weiß-Erle (alnus incana)
  • Schwarz-Erle (alnus glutinosa)

Kulturelle Bedeutung

In früheren Zeiten wurde das Holz dieses Baumes wegen seiner Beständigkeit oft im Erd- und Wasserbau als Pfahlholz sowie für Brunnentröge, Quelleneinfassungen, Schleusentore und Wasserleitungen eingesetzt.

Erle räuchern – Nutzung als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verströmt das getrocknete und zerkleinerte Holz einen herben-rauchigen Duft, der über eine holzige Note verfügt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Bereits seit vielen Jahrhunderten wird Erlenholz als traditionelles Räuchernmittel verwendet.

Weitere Verwendungszwecke

Erle als Räucherwerk

  • Das Holz wird auch als Faserholz zur Produktion von Spanplatten, Spanholzformteilen und Faserplatten benutzt.
  • Zudem dient Erlenholz als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Papier und wird auch als Brennholz genutzt.
  • Darüberhinaus wird es zum Drechseln sowie zur Herstellung von Gussmodellen, Holzschuhen, Möbeln, Musikinstrumenten (u. a. von Akkordeons, Gitarren, Lauten, Mandolinen und anderen Zupfinstrumenten) und Innenausbauten (als Blindholz), Spielwaren, Einwegpaletten, Verpackungskisten verwendet.
  • Wegen seiner hervorragenden Beizbarkeit wird die Erle auch zur Imitation von Edelhölzern wie Ebenholz, Kirschbaum, Mahagoni oder Nussbaum bei der Restaurierung von Möbeln genutzt.
  • Erlenholz wird schließlich zur Produktion von Spezial-Holzkohlen eingesetzt, die dann als Laboratoriumskohle, Lötkohle und Zeichenkohle benutzt werden.
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Übersicht der räucherbaren Hölzer

 

Quellen:

  • Gibbons, Bob / Brough Peter: Der grosse Kosmos-Naturführer Blütenpflanzen; Stuttgart ²1998, S. 16.