Eiche (quercus)

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Was sind Eichen?

Eiche – Räucherpflanze

Eichen (quercus) sind Laubbäume und gehören zur Familie der Buchengewächse (fagaceae). Von ihnen gibt es weltweit zwischen 400 und 600 Arten, die hauptsächlich in Amerika, Asien, Europa und Nordafrika zu finden. Die Bäume können eine Wuchshöhe von bis zu 50 Metern erreichen und gedeihen an Straßen, in Gärten, Parks und Wäldern vornehmlich auf Lehmboden. Die Eiche kann ein Alter von bis zu 1.300 Jahren erreichen. Der Name „Eiche“ leitet sich vermutlich von dem germanischenen Wort „Eik“ ab und lässt sich in etwa mit „alle Bäume“ übersetzen. Aber auch ein Bezug zum lateinischen Wort „esca“ wird angenommen, das für Speise steht und auf den Einsatz der Eichenfrüchte als Viehfutter in der Schweinezucht hindeutet.

Historische Bedeutung

Die Eiche zählt zu den bedeutendsten Kultbäumen und war als solcher in den unterschiedlichen europäischen Kulturen zumeist den stärksten Göttern geweiht: Im Griechenland der Antike war die Eiche dem Göttervater Zeus und im alten Rom dem Gott Jupiter geweiht.
Die Kelten verehrten die Eiche als Symbol des Himmelsherrschers Taranis und die Germanen als heiligen Baum des Donar bzw. Thor. Außerdem hielten letztere ihre Gerichte unter dem Eichenbaum berühmten Donareiche (stand bei Geismar) ab, die im Jahre 723 durch den hl. Bonifatius gefällt worden sein soll.
Ebenfalls wird die Eiche in der Bibel an etlichen Stellen erwähnt (vgl. Gen 35,8, Hos 4,13 oder Am 2,9) und stand auch hier als Symbol für Kraft, Ruhm und Stärke. Die Bäume dienten im biblischen Kontext u.a. als Platz für Rituale oder als Bestattungsort hochgestellter Persönlichkeiten. Zudem wurde das Holz für den Bau von Häusern, Schiffen und anderen Geräten eingesetzt.
Im Christentum galt die Eiche früher traditionell als Lebensbaum und stand aufgrund der langen Haltbarkeit ihres Holzes für das ewige Leben.

Eiche räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Eiche als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmen Blätter (Laub), Holz und Rinde einen leichten und stechenden Duft.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Eiche wirkt konzentrationsstärkend und reinigend auf Geist und Körper.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich Eiche hervorragend mit anderen Räucherstoffen, insbesondere Harzen, wie u.a. Drachenblut, Eisenkraut, Kalmus, Mastix, Mistel oder Weihrauch kombinieren.

  • Traditionelle Verwendung

  • Besonders in Reinigungsräucherungen findet die Eiche traditionell Verwendung und bereits die Kelten nutzten die Eiche als Räuchermittel in ihren religiösen Reinigungsritualen.

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Anwendung als Heilmittel

Bereits seit früher Zeit wird die Eiche in der Volksmedizin als antibakterielles, blutstillendes, entzündungshemmendes und schweißhemmendes Heilmittel eingesetzt. Bei den folgenden gesundheitlichen Beschwerden findet sie hauptsächlich Verwendung:

  • Augenlidentzündung
  • Blasenentzündung
  • Darmbeschwerden (u. a. Durchfall, Schleimhautentzündung)
  • Diabetes
  • Ekzeme
  • Fußpilz
  • Furunkel und Geschwüre
  • Halsweh
  • Magenprobleme (u. a. Magengeschwüre, Schleimhautentzündung)
  • Mundschleimhautentzündung
  • Krampfadern
  • Wunden (u. a. Brandwunden, Schnittwunden)
  • Zahnfleischbluten, Druckgeschwüren (Dekubitus)

Sie wurde dazu meinst in Form von Einreibungen und Tee äußerlich sowie innerlich eingenommen. Die Rinde wird bei Durchfall, zur Kräftigung des Darms sowie bei Infektionen in Mund und Rachen eingesetzt.

Achtung! Aufgrund des enthaltenen Wirkstoffs Tannin kann zu hoch dosierter Tee aus Eichenrinde bei empfindlichen Menschen ueventuell Magenbeschwerden hervorrufen. Die Früchte der Eiche (Eicheln) gelten aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe als giftig und können zu gastrointestinalen Symptomen (Magenschleimhautreizung, Erbrechen, Durchfälle) führen. Für die innere Einnahme müssen die Früchte zuerst prozessiert werden (Rösten und Wässern!). Der Staub vom Eichenholz gilt zudem als krebserregend.

Sonstige Verwendungszwecke

  • Wegen ihrer hohen Holzqualität und der Härte des Holzes wird die Eiche im Möbelbau genutzt.
  • Früher wurden die Früchte der Eiche zudem als Kaffee- oder Mehlersatz verwendet. Dazu müssen diese aber vorher entgerbt werden.
  • Aus der Borke der Korkeiche (quercus suber) wird der Kork für die Produktion von u.a. Korken oder Korkfußböden gewonnen.
  • Von einigen Eichenarten wird das Holz zur Herstellung von Weinfässern genutzt.
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Übersicht der Räucherhölzer & Wurzeln
 
Quellen:

  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 238f.
  • Zohary, Michael: Pflanzen der Bibel; Stuttgart 1983, S. 108f.