Alant (inula helenium)

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Was ist Alant?

Alant – Räucherpflanze

Bei Alant (inula helenium) handelt es sich um eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse (asteraceae). Er hat seinen Ursprung in Asien, lässt sich aber heutzutage auch in Europa und in Nordamerika finden. Er gedeiht besonders gern auf Äckern, an Hecken, Ufern und Zäunen. Dabei erreicht er eine Wuchshöhe von bis zu 2,50 Meter. Weitere Namen für den Alant sind Elfenampfer, Helenion, Odinskopf, Sonnenwurz oder Weihrauchwurz.

Historische Bedeutung

Schon die alten Germanen kannten den Alant, denen er als Zeichen für die Sonnenkraft galt, und weihten ihn den Göttern Odin oder Wotan.

Da Alant häufig an Gewässern gefunden wurde, glaubten die Menschen, dass dort Elfenwesen lebten. Aus diesem Grund gaben sie ihm auch den Namen „Elfenampfer“.

Früher galt der Alant als Mittel gegen Dämonen und wurde zum Schutz von Hof und Stall über der Tür angebracht. Außerdem wurden am Heiligabend die Stuben und Ställe damit ausgeräuchert. Er ist auch ein wichtiger Bestandteil des Weihkräuterbuschen und wurde zudem am Sonnwendfest zusammen mit anderen Räucherpflanzen verräuchert.

Im Mittelalter wurde Alant in Form von Amuletten als Schutz vor Pest und Zauberei getragen.

Nutzung von Alant Räucherwerk

Inula helenium als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern vebreitet die getrocknete und zerkleinerte Wurzel von Alant einen holzigen, balsamischen und weihrauchähnlichen Duft, der eine leichte Note von Banane und Veilchen hat.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Alant hilft gut bei melancholischer und depressiver Stimmung und Traurigkeit. Zudem verfügt er über eine beruhigende, harmonisierende und lösende Wirkung auf Körper und Geist.

  • Räuchermischungen

  • Die Alantwurzel lässt sich sowohl pur als auch in Räuchermischungen zusammen mit Harzen und anderen Räucherpflanzen wie u. a. Diptam, Hamamelis, Himbeere und Salbei verwenden.

  • Traditionelle Verwendung

  • Alant kann bei vielen Anlässen geräuchert werden, so z. B. zum Vertreiben schlechter Gedanken sowie als Schutzmittel vor negativen Energien.

Räucherharz
Alant bio , ätherisches Öl

Anwendung als Heilmittel

Bereits seit der Antike wird Alant als vielfältige Medizin genutzt. So empfahl ihn bereits Theophrast als Mittel gegen Schlangenbiß. Auch Dioskurides schätzte Alant bei Blähungen, Husten, Ischias oder Krämpfen und Plinius empfahl ihn als Magenmittel. Im Mittelalter schrieb dann die hl. Hildegard von Bingen über die Anwendung der Wurzel bei Lungenleiden und Krätze. Ein paar Jahre später wurde dann der Alantwein (Potio Paulina) zu einem beliebten Allheilmittel.

In der Volksmedizin wird die Alantwurzel aufgrund ihrer schleimlösenden Eigenschaften in Form von Tee eingesetzt und ist ein wirksames Mittel bei Husten, aber auch bei Gelbsucht, Magen- und Darmbeschwerden (z. B. Blähungen, Durchfall) oder Würmern. Bei Ekzemen, Geschwüren und Krätze wurde sie ebenfalls als Salbe mit Schweineschmalz gemischt und äußerlich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Bei Erkrankungen der Brust wurde Alant auch als Tabak geraucht. Er wurde zudem auch als Abführmittel und zur Anregung der Menstruation verwendet.

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Übersicht der Räucherhölzer & Wurzeln
 
Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 42f.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 126f.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 225.
  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 68f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 75.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 134.