Sweetgras (Mariengras)

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Was ist Sweetgras (Süßgras)?

Sweetgras (Süßgras) als Räucherwerk

Sweetgras (hierochloe odorata), das auch als Sweet Grass, Senecagras, Vanillegras (Vanilla Grass), Süßgras, Duft-Mariengras, Mariengras, Liebfrauengras, Bisongras bzw. Freyagras bekannt ist, zählt zur Familie der Süßgräser (poaceae) und ist eine der bedeutendsten Pflanzen für die nordamerikanischen Indianerstämme, bei denen es „süßes Gras“ heisst. Es wächst vor allem in den Prärien Kanadas und der USA, aber auch in Europa. Das Gras kann eine Wuchshöhe von bis zu 90 cm erreichen. In unseren Breitengraden ist es als Mariengras oder Ruchgras (anthoxanthum odorata) bekannt, da es in früheren Zeiten in der Marienverehrung Anwendung fand.

Mariengras räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Sweetgras (Süßgras) als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verströmt Sweetgras einen betörenden und leicht süßlichen, heuähnlichen Duft, mit einer aromatischen Note von Cumarin, Vanille und Waldmeister.

  • Wirkung

  • Mariengras übt eine harmonische und reinigende Wirkung auf den menschlichen Geist aus.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen wird Süßgras häufig mit anderen Räucherstoffen wie Copal, Pinie, Thuja, Wacholder, Weißem Salbei oder Zeder gemischt.

  • Traditionelle Verwendung

  • Traditionell wird diese Grasart bei den nordamerikanischen Prärieindianern in ihren Ritualen als Mittel der Reinigung von Plätzen und Räumen verräuchert. Es wird dabei häufig in Form von Räucherzöpfen in Reinigungs- und Segens-Zeremonien verwendet. Ebenfalls wird Sweetgras als Zutat für die Tabakmischung in Verbindung mit weiteren Kräutern zur heiligen Pfeifenzeremonie benutzt wird.

    In Europa kennt man das Süßgras besonders im deutschen Sprachraum unter dem Namen „Mariengras“, das beim Verräuchern eine andere Wirkung hat als die amerikanische Art. Dieses war in früheren Zeiten der germanischen Göttin Freya geweiht sowie später der Gottesmutter Maria (hiervon leitet sich auch der Name ab).

Anwendung als Heilmittel

Die Indianer nutzen Sweetgras seit langer Zeit als Heilmittel. Dazu brühen sie das getrocknete Grass als Tee auf und verabreichen es u. a. bei Erkältungen und Fieber.

 

Übersicht räucherbarer Gräser und Blumen

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 197ff.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 158.
  • uber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 271f.
  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 156.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 162ff..
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 271f.