Rose (rosa damascena)

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Die Anwendung des Rosenduftes als Heilmittel kann bis zu den antiken Hochkulturen nachgewiesen werden. Sowohl die Inder, als auch die Minoer auf Kreta vor 4000 Jahren verehrten die Rose (rosa damascena, rosas centifolia, rosa gallica) als heilige Blume.

Historische Bedeutung

Hipokrates als prominentester Vertreter der antiken Ärzte (4. Jh. v. Chr.), berichtet von einem Auszug frischer Rosenblätter in Olivenöl, der in der Geburtshilfe und Gynäkologie Anwendung fand. Des weiteren wurde eine Rosensalbe für Kopfschmerzen und zerriebene Rosenblätter als Wundpuder verwendet. Der römische Schriftsteller Plinius erwähnt ebenfalls eine medizinisch wirksame Rosensalbe, die das rotfärbende Harz der Drachenblut-Palme enthielt. Er beschreibt auch die Gewinnung von Rosenduftöl durch mehrfache Mazeration von frischen Rosen mit einem pflanzlichen Basisöl. Noch älter wird aber die Erzeugung von Rosenwasser geschätzt. Die Gewinnung von Rosenwasser ist sowohl aus dem alten Indien, als auch aus dem Persischen Reich bekannt. Erst durch die Erfindung des Alambiks (Destillationsgefäß mit Kühlhaube) durch die Araber konnte Rosenwasser in grösseren Mengen gewonnen werden.

Rose (rosa) – Königin der Blumen

Die altindische Ayurveda-Medizin beschreibt die spezifische Wirkung von Rosenblüten-Tee auf den Kreislauf, das weibliche Genitalsystem und auf die Nerven. Er hilft Pitta reduzieren, lindert Hitze, beruhigt Entzündungen, hilft bei Halsschmerzen und Augenentzündungen. Gemischt mit Hibiskusblüten wirkt der Tee regulierend auf die Menstruation. Dazu werden 2 Teelöffel getrocknete Rosenblätter der Duftrosen „rosa damascena“ oder „rosa centifolia“ gemischt 1:1 mit getrockneten Hibiskusblüten mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee kann ungesüßt oder mit Blütenhonig getrunken werden. Wighard Strehlow macht in seinem dreibändigen Werk „Hildegard Heilkunde von A bis Z“ auf ein biblisches Wundheilmittel aufmerksam (Lukas 10,34). Bei schlecht heilenden Wunden empfiehlt er eine Verschüttelung von 30 ml Olivenöl mit 100 ml Alkohol 70 % und 0,5 ml echtem Rosenöl. Außerdem hat sich nach seinen Erfahrungen bei Juckreiz, der bei Allergien, Ekzemen und Neuralgien auftritt, Olivenöl mit 0,5 % Rosenöl bewährt.

Die aktuelle Heilkunde nutzt besonders die Arten „rosa canina“ und „rosa pendulina“. Dafür werden in unseren Breitengraden ihre Früchte (Hagebutten), die Fruchtschalen sowie die Fruchtkerne, die in den Hagebutten zu finden sind, verwendet. In den asiatischen Ländern ist auch die Verwednung der Blüten, Blätter und Wurzeln verbreitet. Die Hagebutten finden Anwendung bei unterschiedlichen Krankheiten wie Magen-Darmleiden, Erkältungen, Gicht, Rheuma oder bei Gallenproblemen. Zudem finden sie auch als harntreibendes Mittel (Diuretikum) Anwendung, was mit deren Pektin- und Fruchtsäuregehalt erklärt wird.

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Allgemeine Wirkungen

Eine Überprüfung der Heilwirkung von bulgarischem Rosenöl durch bulgarische Mediziner erbrachte Beweise für bestimmte Indikationen. So konnte belegt werden, dass bulgarisches Rosenöl Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen reduziert, vor Magen- und Darmgeschwüren schützt, eine krampflösende und stark antibakterielle Wirkungen zeigt. Außerdem konnte Heilungen bei verschiedenen Hautproblemen beobachtet werden.

  • Psyche

Rosendüfte stimulieren die Ausschüttung von Endorphinen, die uns ein Gefühl der Entspannung bis Euphorie vermitteln. Darüber hinaus spricht der Rosenduft unsere Liebesfähigkeit an und hilft dessen Verletzungen zu heilen. Deshalb ist der Duft der Rose angezeigt bei Depressionen, Kummer, Leid negativer Stimmungslage, Ängsten, Blockaden, mangelnde Liebesfähigkeit, Liebeskummer, Introvertiertheit und innerer Verhärtung.

Rosen räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Rosenblätter als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Die Rosenblätter sind sehr empfindlich und verlieren während der Räucherns recht schnell ihren markanten zarten blumig-rosigen Duft, der eine balsamische Note verströmt. Zudem verkohlen sie sehr schnell, weshalb man Blätter am Besten immer in Kombination mit Harzen verräuchern sollte. Von Rosenknospen verwendet man lediglich die Blütenblätter und Kelch sowie inneren Blütenteile werden vor dem Verräuchern entfernt. Um einen angenehmen Rosenduft beim Räuchern zu erhalten sollte das ätherische Öl zusammen mit Gummi Arabicum und pulverisierten Sandelholz als Räucherwerk verwenden.

  • Wirkung

  • Der Rauch, der beim Räuchern von Rose entsteht, hat eine aufhellende, erhebende, wärmende und die Sinnlichkeit fördernde Wirkung auf das menschliche Gemüt.

  • Räuchermischungen

  • In Räuchermischungen lässt sich die Rose hervorragend mit anderen Räucherpflanzen wie u. a. Adlerholz, Holunder (Blüten), Labdanum, Lavendel, Mädesüß, Myrrhe oder Sandelholz mischen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Seit alter Zeit findet die Rose auch als Räucherwerk Verwendung. Dabei sind es die Blüttenblätter und Knopsen, die gerne als Zutat verschiedenster Räuchermischungen beigegeben wurden und werden. Besonders fand Rose bei Räucherungen für Liebeszwecke Verwendung, da sie traditionell als ein Symbol für Venus, der Göttin der Liebe, gilt.

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Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Neben der Verwendung als Räuchermittel lässt sich die Rose für viele weitere Zwecke einsetzen, was nicht nur aufgrund ihres ästhetisch-schönen Aussehens, sondern auch vorallem des Duftes wegen geschieht.

  • Duftöl

Rose als Räucherpflanze


Das Rosenöl gehört zu den schönsten und teuersten ätherischen Ölen und der herrliche Duft streichelt Haut und Seele. Zur Beduftung von Räumen gibt man ca. 1 bis 2 Tropfen Rosenöl in die Duftlampe (Aromalampe). Dieser Duft verbreitet eine zärtliche, harmonische Atmosphäre. Er lässt Freude und Frohsinn in unser Herz einkehren und des Nachts beschert er uns erholsamen und gesunden Schlaf und verwöhnt uns mit schönen Träumen.

Anstelle des ätherischen Öls kann hier auch ein Absolue, das ist ein Alkohol-Extraktöl, verwendet werden. Die Absolues sind deutlich stärker und voluminöser im Duft als die Destillate und im Preis etwas günstiger.

  • Hautpflege

Rosenöl ist eines der beliebtesten und ältesten Öle und wurde von alters her zur Körperpflege verwendet. Der liebliche Duft und die hautregenerierenden Eigenschaften werden allseits hoch geschätzt. Außerdem gehört Rosenöl zu den wertvollsten, teuersten und schönsten Ölen mit vornehmlich heilsamen Wirkungen für Frauen und auf die Psyche. In Hautölen und Cremes sind geringste Mengen (2 bis 3 Tropfen auf 50 g) ausreichend, um eine gute Wirkung zu erzielen. Für Kleinkinder bietet sich Rosenöl mit Mandel- oder Jojobaöl vermischt an (2 Tropfen auf 50 ml Basisöl), um ein Wundwerden zu verhindern. Die üblichen Entzündungen und Infektionen bleiben dann aus.

Die Ausgiebigkeit des teuren Rosenöls kann verbessert werden, wenn man es für kosmetische Zwecke mit ätherischen Ölen streckt, die ebenfalls rosenähnlich duften. Hierzu gehören vor allem das Geranienöl, das Linaloeholzöl, das Rosenholzöl und das Palmarosaöl, die ebenfalls sehr gute hautpflegende Eigenschaften besitzen.

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  • Massage

4 bis 5 Esslöffel eines Basisöls (Mandelöl, Macadamianussöl usw.) mit 1 bis 2 Tropfen Rosenöl mischen und die Haut damit einreiben. Diese Behandlung ist bei Hautproblemen wie Ekzeme, Schnittwunden, geplatzte Äderchen, Hautirritationen und zu Verhütung von Schwangerschaftsstreifen angezeigt. Ferner hilft eine solche Einreibung bei hormonellen Störungen, Depressionen, Menstruation- u. Wechseljahrproblemen. In der Säuglings- und Kinderpflege hat sich die Anwendung von Rosenöl-Präparaten hervorragend bewährt. Bei der Fussreflexzonen- Massage werden körperliche und seelische Belange in Einklang gebracht.

  • Kompressen

1 Esslöffel Honig mit 1-2 Tropfen Rosenöl mischen und in ca. 1/4 Liter Wasser einrühren. Diese Anwendung entspannt die Haut, lindert Falten und Ödeme sowie Augenleiden, geplatzte Äderchen und verleiht einen zarten Teint. Bei Herzklopfen und Herzbeschwerden werden Nervosität und Angst gemildert und verletzte Gefühle besänftigt. Rosenöl heilt die wunde Seele.

  • Mundhygiene

In 1 Glas warmes Wasser 1 Tropfen Rosenöl verrühren und den Mund damit spülen und gurgeln. Sein Duft sorgt für frischen Atem und lindert Entzündungen, Aphten, Halsschmerzen und Mundsoor.

  • Vollbad

2 bis 3 Esslöffel Honig mit ca. 3 Tropfen Rosenöl mischen und in das eingelassene Badewasser einrühren. Dieses Bad ist bei Hautproblemen, Unterleibsbeschwerden und Nervosität angezeigt oder einfach zum Genießen gedacht. Hierbei werden Sinne, Körper, Geist und Seele in harmonischen Einklang gebracht.

  • Küche

Rosenöl eignet sich vorzüglich zum Verfeinern von Desserts, Pralinen, Plätzchen, Torten-Cremes und Zuckerguss. Sehr sparsam dosieren! Deshalb 1 Tropfen Rosenöl mit etwas Honig mischen und damit aromatisieren.
Zudem lassen sich aus den Hagebutten leckere Tees oder Marmeladen herstellen.

  • Zierpflanze

Nicht zu vergessen ist die Verwendung der Rose als Zierpflanze in Gärten, auf Balkons oder Terrassen, wo sie sich aufgrund ihrer Schönheit einer großen Beliebtheit erfreut.

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Mystik

Die Rose wurde schon seit jeher bei allen Kulturen und Weltreligionen als Symbol der Liebe sowie des Göttlichen betrachtet und verehrt.

So wird die Rose in der persischen Mystik zur Manifestation Gottes, dessen Gegenwart als herrliche rote Rose erstrahlt.

In der frühchristlichen Mystik war die Rose die Blume der gebenedeiten Jungfrau und symbolisierte die Keuchheit und die Vereinigung mit dem Heiligen Geist. Noch heute wird die Jungfrau und Gottesmutter Maria in der katholischen Kirche als Rosenkranzkönigin, als Rosa Mystica oder als Rosenkönigin verehrt.

Ebenfalls spielt die Rose in der mystisch-magischen Bewegung der Rosenkreuzer eine bedeutende Rolle. So symbolisierte die Blume hier die aufblühende Seele in Verbindung mit der Liebe, wenn sich die vier Elemente als Quintessenz in Einklang miteinander befinden, was mit der Erlangung des Steins der Weisen gleichbedeutend ist.

 

Übersicht der Blumen & Gräser

 

Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Botschaft an den Himmel. Anwendung, Wirkung und Geschichten von duftendem Räucherwerk; München 1996, S. 164.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Himmlische Düfte. Aromatherapie. Anwendung wohlriechender Pflanzenessenzen und ihre Wirkung auf Körper und Seele; München ⁴1990, S. 140ff.
  • Fuchs, Christine: Räuchern – im Rhythmus des Jahreskreises. Die Kraft der Natur durch achtsam gestaltete Räucherrituale im Jahreslauf erfahren; Stuttgart 2015, S. 153.
  • Gibbons, Bob / Brough Peter: Der grosse Kosmos-Naturführer Blütenpflanzen; Stuttgart ²1998, S. 98.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 263f.
  • Kluge, Heidelore: Gesund mit Hildegard von Bingen. Ihre wichtigsten Lehren zu Gesundheit, Küche und Fasten; Rastatt 2005, S. 75f.
  • Lindner, Sandra: Rosen. Sorten, Pflege und Gestaltung; Bath BA I IHE 2007.