Jasmin (jasminum officinale)

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Was ist Jasmin?

Jasmin – Räucherpflanze

Der echte Jasmin (jasminum grandiflorum, jasminum officinale), der auch in Indien „Königin der Nacht“ oder „Mondlicht im Hain“ heißt, ist ein immergrünes Klettergehölz der Gattung Jasminum aus der Familie der Ölbaumgewächse (oleaceae) und kommt ursprünglich aus Asien, wo er in Indien (Himalaja-Raum), in Pakistan (Kaschmir) sowie in Südwest-China beheimatet ist. Mittlerweile wird er aber auch in Ägypten, Algerien, Frankreich, Marokko, Portugal, Rumänien, Spanien, im Kaukasus sowie im Iran kultiviert. Der Jasminstrauch erreicht eine Wuchshöhe Höhe von bis zu fünf Metern und kommt nur in Höhen zwischen 1.800 bis 4.000 Metern vor. Besonders wegen seiner weißen sternförmigen und sehr intensiv duftenden Blüten ist Jasmin sehr beliebt. Der Name „Jasmin“ kommt vom Arabischen „jasamin“ (geht wiederum auf das persische „yasmin“ zurück) und lässt sich mit „wohlriechendes Öl“ übersetzen. In viele asiatischen Ländern stehen Jasminblüten als Symbol für Erotik und Liebe. Zudem gelten die Blüten in Indien auch als wichtige Opfergabe für die Götter Ganesha und Shiva.

Jasmin räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Jasmin als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbennen verbreiten die getrockneten und zerkleinerten Blüten einen lieblich-warmen und sinnlichen Duft, der über eine honigartige Note verfügt.

  • Wirkung

  • Der Rauch von verbrannten Jasminblüten hat eine aphrodisierende, beruhigende und stärkende Wirkung auf den menschlichen Geist. Das Räuchern von Jasmin hilft besonders bei Erschöpfung, Niedergeschlagenheit sowie Streß.

  • Räuchermischungen

  • Aufgrund des schwachen Eigengeruchs lässt sich Jasmin am Besten in Räuchermischungen zusammen mit Harzen oder anderen Räucherstoffen wie u. a. Koriander, Nelke, Patchouli, Rose, Salbei, Sandelholz, Rose, Salbei oder Zimt räuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Seit alter Zeit gehört Jasmin zu den Liebesdüften und wird deshalb besonders in Liebeszauberräucherungen verwendet.

Anwendung als Heilmittel

In der inidischen Ayurveda-Medizin wird Jasmin bereits seit etlichen Jahrtausenden als Heilmittel verwendet. Die Jasminblüten werden u.a. als kühlendes Mittel in Form von Tee eingesetzt. Nach dem Erkalten wird der Tee als kühlender Umschlag beim Kranken angewendet.

Auch in China ist Jasmin in der Volksmedizin seit langer Zeit in Gebrauch. So werden die Blüten zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen wie u.a. bei Augenerkrankungen, Bindehautentzündung, Erkältungskrankheiten, Gebärmutterstörungen, Hautproblemen, Leberentzündungen, Leberzirrhose, Ruhr, Tumoren und bei Unfruchtbarkeit eingesetzt. In Form von Tinkturen wurde Jasmin auch bei Erbrechen, Krämpfen und Koma verabreicht.

Ebenfalls wird das ätherische Öl von Jasmin, das mittels Lösungsmittel als Absolue gewonnen wird, in der Aromatherapie vielfältig benutzt.

Weitere Verwendungszwecke

  • Neben seiner Verwendung als Räuchermittel ist Jasmin auch als Aromastoff für Tee (Jasmintee) sehr beliebt und erfreut sich besonders in Japan einer weiten Verbreitung.
  • Ebenso wird der Strauch wegen seiner hübschen Blüten als Zierpflanze kultiviert.
  • Außerdem wird das ätherische Öl von Jasmin in der Kosmetikindustrie zur Herstellung von Parfüm eingesetzt, wobei die duftenden Öle in China und dem Orient bereits seit mehreren Jahrtausenden genutzt werden.

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Übersicht zur räucherbaren Blüten
 
Quellen:

  • Berk, Ulrich: Räuchern – Die Karten. Die wichtigsten Räucherstoffe und ihre Anwendung auf einen Blick; Grafing ²2010.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Himmlische Düfte. Aromatherapie. Anwendung wohlriechender Pflanzenessenzen und ihre Wirkung auf Körper und Seele; München ⁴1990, S. 88ff.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 247f.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 150.