Hanf / Haschisch (Cannabis)

Hanf-Feld


Was ist Hanf?

Der Hanf (cannabis sativa, cannabis indica) ist eine Gattung Pflanzen, die zur Familie der Hanfgewächse gehört und als eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen auf der Welt gilt.

Hanf - Räucherpflanze

Hanf – Räucherpflanze

Seine Heimat hat der Hanf eigentlich in Zentralasien, ist aber mittlerweile überall auf der Welt als Kulturpflanze sowie wildwachsend zu finden. Die Blüten von Hanf werden als Marihuana bezeichnet, wohingegen das Harz (Konsistenz: weich; Aussehen: braun bis schwarz) auch als Haschisch, Hasch, Kif, Kiff, Piece, Bendsch, Bhang, Bon, Dope, Gage, Ganja, Gras, Gunjah, Maconha, Mary Warner, Muggles, Pot, Riefer, roter Libanese, schwarzer Afghane, Shit, Skunk, Weed oder Wood bekannt ist.

Es wird zwischen zwei Arten unterschieden:

  • Hanf (cannabis sativa): Hierzu gehört der Kultur-Hanf (cannabis sativa var. sativa) und der Wild-Hanf (cannabis sativa var. spontanea vav.).
  • Indischer Hanf (cannabis indica)

Hanf räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

  • ▸ Räucherduft

  • Hanf (cannabis) als Räucherwerk

    Hanf als Räucherwerk

    Beim Räuchern entfalten die getrockneten Blüten, Blätter, Samen und Stengel von Cannabis einen stark grasigen Duft. Besonders das Harz der weiblichen Hanfpflanze – Haschisch oder Kif genannt – erfreut sich seit langer Zeit einer großen Beliebtheit als Räucherstoff und verströmt beim Räuchern den klassischen Hanfgeruch. Ebenfalls sehr beliebt sich die getrockneten Hanfblüten (Marihuana).

  • ▸ Wirkung

  • Der Rauch von Hanf hat eine den Geist erweiternde Wirkung. Deshalb sollte die Pflanze auch mit Vorsicht geräuchert werden.

  • ▸ Räuchermischungen

  • Besonders in psychoaktiven Räuchermischungen findet der Hanf zusammen mit anderen Früchten, Harzen, Kräutern und Rinden traditionell verräuchert.

  • ▸ Traditionelle Verwendung

  • Seit über 2.000 Jahren wird Hanf als Räuchermittel verwendet und bereits der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet von dieser schamanischen Ritualpflanze. Die Skythen verbrannten Hanfsamen zu ihren Begräbnis- und Reinigungszeremonien, wobei sie über dem Feuer ein Filzdeckenzelt errichteten, um auf diese Weise die psychoaktiven Dämpfe einatmen zu können. Im Hinduismus ist Hanf eine dem Gott Shiva geweihte Pflanze und wird zu dessen Verehrung auch geräuchert. In Nepal werden Cannabis-Räucherungen seit langer Zeit gegen Halluzinationen eingesetzt. Dahingegen nutzten die alten Chinesen ihn als eines der ältesten Räuchermaterialien für die Anrufung von Geistern.
    Heutzutage erfreuen sich zudem besonders indische Räucherstäbchen mit Hanfgeruch einer großen Beliebtheit, die aber kein THC enthalten. Im Orient gehört Hanf ebenfalls seit vielen Jahrhunderten zu den wichtigsten Räucherpflanzen und ist u.a. Zutat spezieller psychoaktiver Räuchermischungen oder dient als Bestandteil der Rituale von Derwischen und Sufis.

Das Verbrennen von Räucherstoffen gehört seit langer Zeit zum festen Brauchtum der Menschheit. Dabei dienen Räucherungen nicht nur zur Verbreitung wohlriechender bzw. charakteristischer Düfte, sondern sie werden auch für naturmedizinische, rituelle, spirituelle oder magische Zwecke durchgeführt.

Vorsicht! Hanf gilt als schwach giftig und wirkt psychoaktiv. Er kann u.a. Dämmerzustände, Unruhe und veränderte Wahrnehmung hervorrufen. Ebenfalls besteht die Gefahr abhängig zu werden. Die Verwendung von Räucherstoffen wie diesem erfolgt grundsätzlich auf eigenes Risiko. Wir empfehlen dringend sich vor dem Verräuchern der entsprechenden Substanzen über mögliche gesundheitliche Folgen sehr genau zu informieren.

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Anwendung als Heilmittel

Hanf (Cannabis) als Räucherpflanze

Hanf (Cannabis) als Räucherpflanze

Die Verwendung von Hanf für medzinische Zwecke ist ebenso alt wie die als bewussteinserweiternde Substanz. So wurde er im alten Orient bereits im 9. Jahrhundert vor Christus von den Assyrern zur Geistervertreibung, gegen psychische Leiden sowie bei Vergiftungen geräuchert. Bei Plinius dem Älteren wird die schmerzlindernde Wirkung erwähnt und bei Dioskurides die Wirksamkeit des Saftes der Hanfsamen bei Ohrenschmerzen. Ab dem Mittelalter bis zur Neuzeit galt Hanf als Mittel gegen Wehenkrämpfen und nachgeburtliche Schmerzen. Außerdem wird Hanf eine positive Wirkung bei Erbrechen, Übelkeit, Malaria, Rheuma und Kachexie nachgesagt.

In der modernen Medizin wird Hanf in der Schmerztherapie, bei Depressionen, bei einigen Krebsformen und bei einer Reihe von Autoimmunerkrankungen (z.B. multiple Sklerose oder Morbus Crohn) erforscht und teilweise bereits eingesetzt. Als Medizinalhanf werden heute die beiden Arten cannabis sativa und cannabis indica verwendet.


Weitere Verwendungszwecke

Neben der Verwendung als Heil- und Räuchermittel, gibt es noch eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten von Hanf:

Kulturhanf (Nutzhanf) - Hanffasern

Kulturhanf (Nutzhanf) – Hanffasern

  • Seine Hauptanwendung erfährt der Hanf als bewusstseinserweiternde Substanz, die häufig geraucht aber auch gegessen wird. Dazu werden entweder die weiblichen und harzhaltigen Hanfblüten (im Volksmund als „Marihuana“ oder „Gras“ bezeichnet) oder das aus Cannabispflanze gewonnene und zu Platten oder Blöcken gepresste Harz (Charas, Haschisch) benutzt. Für die psychoaktive Wirkung von Hanf ist das Cannabinoid THC verantwortlich, welches u.a. das menschliche Zentralnervensystem beeinflusst und zumeist eine relaxierende, sedierende und antiemetische Wirkung hervorruft.
  • Außerdem wird der Hanf als Nutzhanf bzw. Kulturhanf bereits seit fast 3.000 Jahren als Nutzpflanze zur Gewinnung von Fasern und Öl angebaut. Die Pflanze gilt als sehr pflegeleicht und schädlingsresistent. Von der Antike bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts galt Hanf als unentbehrlicher Rohstoff zur Herstellung der unterschiedlichsten Dinge wie z.B. Kleidung, Taue oder Segeltücher für Schiffe oder Papier (Hanffasern gelten den Baumwollfasern als überlegen).
  • Zudem gilt Hanf als wichtiger nachwachsender Rohstoff, der in der Bauindustrie (beim Hausbau) zur Anwendung kommt.
  • Das Öl dient teilweise auch als Basis-Substanz für u.a. Farben, Lacke, Waschmittel.
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Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 52.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 84ff.
  • Rätsch, Christian: Die Königin von Saba – Düfte aus dem Orient. Räucherstoffe, Rezepte, Rituale; Aarau und München 2019, S. 99ff.
  • Takler, Lisa: Flüchtige Verbindungen und antimikrobielle Wirkung ausgewählter Harze und Balsame von A-J; Wien 2015, S. 71ff.
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