Nelke / Gewürznelke (syzygium aromaticum, eugenia caryophyllata)

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Was sind Nelken (Gewürznelken)?

Die Nelke bzw. Gewürznelke (syzygium aromaticum, eugenia caryophyllata) gehört zur Pflanzenfamilie der Myrtengewächse (myrtaceae), die auch als Nelken oder Nägeli (die Knospen ähneln Nägeln) bezeichnet werden. Ihren Ursprung hat die Gewürznelke in Südostasien auf den Molukken (Gewürzinseln), heutzutage ist sie aber weltweit als Gartenpflanze verbreitet. Der immergrüne Baum kann bis zu zwölf Metern hoch werden. Die heute als Nelken bezeichneten Blumen haben ihren Namen den Gewürznelken zu verdanken, da sie einen ähnlichen Duft wie diese aufweisen.

Kulturelle Bedeutung

Bereits im alten China und Ägypten kannte und schätzte man Gewürznelken als Gewürz, wobei sie erst die Araber in Europa einführten. In früheren Zeiten wurden Gewürznelken teilweise mit Gold aufgewogen.

Nelke räuchern – Nutzung als Räucherwerk

Gewürznelke / Nelke als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Verbrennen verbreiten die getrockneten und zerkleinerten Blütenknospen der Gewürznelke einen intensiven würzig-warmen Duft, der mit einer süßlich-zimtigen Note versehen ist.

  • Wirkung

  • Der Rauch von verbrannter Gewürznelke hat eine anregende und aphrodisierende Wirkung auf den menschlichen Geist. Dem Rauch wird ebenfalls eine schlechte Energien vertreibende Wirkung nachgesagt. Zudem wirkt er stark desinfizierend und vertreibt Insekten.

  • Räuchermischungen

  • Nelke lässt sich sehr gut in Räuchermischungen u. a. mit Adlerholz, Benzoe, Elemi, Goldmohn, Hamamelis, Ingwer, Koriander, KubebenpfefferKubebenpfeffer, Lavendel, Lorbeer, Piment, Rose, Sassafras, Styrax oder Zimt räuchern. Sie verstärken dabei den Geruch der Mischungen.

  • Traditionelle Verwendung

  • Besonders in China und Japan bildet die Nelke häufig in pulverisierter Form einen Hauptbestanteil von Räucherstäbchen.

    Bereits im alten Ägypten wurde sie als Räuchermittel und Grabbeigabe genutzt.

    Als Räuchermittel finden Nelken häufig bei Gebet und Meditation Verwendung.

Anwendung von Gewürznelke als Heilmittel

Nelke / Gewürznelke – Räucherpflanze

Früher hatte die Gewürznelke in der Volksheilkunde ebenfalls eine große Bedeutung und wurde bereits von der hl. Hildegard von Bingen als Heilpflanze sehr geschätzt. Sie wurde als Medizin bei unterschiedlichen Erkrankungen wie u. a. bei Asthma, Bronchitis, Fieber, Hautinfektionen (als Einreibungsmittel), Rheuma, Zahnschmerzen oder Verdauungsstörungen benutzt. Ebenfalls eignen sich die Knospen als Mittel gegen schlechten Mundgeruch.

Aufgrund ihrer antibakteriellen und schmerzstillenden Wirkung, finden sich Gewürznelken häufig als Zutat in Mundwässern und Zahnpasta.

Im Mittelalter trugen die Ärzte während der Pestepidemien Ketten aus Gewürznelken um den Hals oder sie kauten auf den Knospen, da sie glaubten, so die Ansteckungsgefahr verringern zu können.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Wie schon ihr Name besagt, wurde und wird die Gewürznelke auch als Gewürz eingesetzt: So ist sie u. a. Bestandteil des Yogi-Tees, als Gewürz für Rotkohl oder als typisches Würzmittel im Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen, Plätzchen oder Stollen.

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Übersicht räucherbarer Früchte und Samen
 

Quellen:

  • Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale. Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften. Das Handbuch für die Räucherpraxis; Aitrang ²2003, S. 103.
  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 207.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 118f.
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 160f.