Arnika (arnica montana)

Was ist Arnika?

Bei der echten Arnika (arnica montana), die auch als Bergwohlverleih, Donnerwurz, Engelkraut, Engeltrank, Fallkraut, Johannisblume, Kraftwurz, Wiesenarnika, Wolfsauge, Wolfsbanner, Wolfsgelega, Wolfsgelb oder Wundkraut bekannt ist, handelt es sich um eine Pflanze aus der Gattung Arnika, die zur Familie der Korbblütler (asteraceae) gehört.

Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm erreichen und ist in besonders in den gebirgigen Regionen Nordeuropas (u.a. Alpen, Pyrenäen) ab ca. 2.800 Höhenmetern sowie in Nordamerika zu finden. Die Arnika zählt zu den bedeutendsten Arzneipflanzen und fällt besonders aufgrund ihrer leuchtend gelbe Blüten auf. Sie steht in unseren Breitengraden unter Naturschutz. Als Arzneipflanze wird heute deshalb auch häufig auf die nordamerikanische Wiesen-Arnika (arnica chamissonis ssp. foliosa) zurückgegriffen, die allerdings nicht über ganz soviel heilkräftige Inhaltsstoffe verfügt.

Kulturelle Bedeutung

Arnika-Blüten – Räucherpflanze

Die Arnika gehört zu den alten Zauberpflanzen und ihr kam wohl früher im Kult der Sommersonnenwende eine große Bedeutung zu aufgrund ihrer stark gelb leuchtenden Blüten. So galten die am Johannistag gesammelten Blüten als sehr heilkräftig. Etliche solcher heidnischen Bräuche übernahm man ins volkstümliche Brauchtum. Zu solchen Bräuchen gehört auch das Einstecken von Arnikasträußen an den Ecken von Getreidefeldern am Vorabend von Johanni als Schutz vor dem Korndämon. Ebenfalls gehört Arnika zu den Marienpflanzen und ist deshalb in etlichen Regionen auch Bestandteil der Kräutersträuße, die an Maria Himmelfahrt geweiht werden. Bei den Germanen war Arnika wahrscheinlich der Göttin Freya geweiht.

Außerdem gilt Arnika als Pflanze des Wolfes wie etliche ihrer weiteren Namen belegen, wobei ihre gelbe Blütenfarbe die Augen eines Wolfes symbolisieren soll.

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Arnika räuchern – Bedeutung als Räucherwerk

Arnika als Räucherwerk

  • Räucherduft

  • Beim Räuchern verbreiten die getrockneten Arnikablüten einen zarten und würzigen Duft, der mit einer Rettich-Note versehen ist.

  • Wirkung

  • Der Rauch von Arnika sorgt für einen guten Schlaf und wirkt anregend sowie aufhellend auf den menschlichen Geist.

  • Räuchermischungen

  • Die Blüten von Arnika lassen sich sowohl pur als auch in Mischungen zusammen mit Harzen und Räucherpflanzen wie u.a. Cassia-Rinde, Eisenkraut, Giftlattich, Hirtentäschel, Katzenminze, Poleiminze, Wacholder oder Wermut räuchern.

  • Traditionelle Verwendung

  • Besonders in früheren Zeiten zählte sie zu den Räucherpflanzen bei unterschiedlichen Ritualen. So wurde die getrocknete Arnika u.a. als Schutz vor Blitzschlag geräuchert.

Anwendung als Heilmittel

Die Heilwirkung der Arnika ist vermutlich erst seit dem Mittelalter bekannt. So finden sich aus dem 11. Jahrhundert bei der hl. Hildegard von Bingen unter dem Namen „wolfesgelegena“ erstmals Hinweise auf ihre Verwendung. Die Blüten der Arnika, die vorallem eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung haben, werden schon lange aufgrund ihrer Heilwirkung gesammelt und bei unterschiedlichen Beschwerden wie u.a. äußeren Verletzungen, Blutergüssen, Gicht, Krampfadern, Rheuma oder Venenentzündungen genutzt. So werden aus ihnen Auszüge, Cremes, Salben, Tinkturen und Umschlägen für die äußere Anwendung gemacht. Diese wirken in der Regel antimikrobiell und antiphlogistisch. Besonders bei Verletzungen wie Hexenschuss, Quetschungen, Sehnenzerrungen, Verstauchungen etc. sowie bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden wird Arnika heutzutage verwendet. Ihre Wirkung ist mittlerweile auch klinisch belegt und im Jahr 2001 wurde sie sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Ebenfalls in der Homöopathie findet Arnika häufig Verwendung.

Früher wurden zudem die Blüten in Form von Tees innerlich eingenommen, was aber aufgrund ihrer Giftpotentials heute nicht mehr üblich ist.

Vorsicht! Die Arnikablüten sollten nicht innerlich eingenommen werden, da sie aufgrund des in ihnen enthaltenen Helenalins bzw. des Diyhdrohelenalins Vergiftungen hervorrufen können, was bis zum Herzstillstand führen kann.

Bei äußerer Anwendung von Arnika kann diese außerdem allergische Reaktionen wie u.a. allergisches Kontaktekzeme, Blasenbildung oder Hautausschläge auslösen.

Weitere Verwendungszwecke

Früher waren die getrockneten Blätter der Arnika auch Bestandteil von Schnupftabakmischungen, da sie die Nasenschleimhäute reizten. Zudem wurde sie zusammen mit Huflattich und Königskerzenblüten als Kräutertabak in Südeuropa geraucht.

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Übersicht räucherbarer Blüten
 

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