Räucherschrank

Ein Räucherschrank eignet sich zum Heiß-, Warm- und Kalträuchern gleichermaßen. In früheren Zeiten waren die die Räucherkammern in den Bauernhäusern aus Holz. Heutzutage sind an deren Stelle größtenteils Räucherschränke aus Edelstahl, Aluminium, Stahlblech und anderen Materialien getreten, die es im Handel in unterschiedlichen Größen und Qualitäten gibt.

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Was beim Kauf beachten?

Beim Erwerb von Räucherschränken gilt es einige Dinge zu beachten, damit am Ende ein vernünftiges Räucherergebnis erzielt werden kann:

  1. Achte beim Kauf eines Räucherschranks auf die Materialstärke und sorge auf diese Weise für eine gute Isolierung bzw. Dämmung des Schrankes, damit Du im Sommer die Hitze und im Winter die Kälte optimal absorbieren kannst. Grundsätzlich gilt: Je stärker das Material, desto konstanter ist die Temperatur im Schrank.
  2. Ebenfalls gilt es die Art des Materials zu berücksichtigen, aus dem die Räucherschränke gefertigt sind: Am Besten eignet sich Edelstahl aufgrund seiner hervorragenden Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit bei verschiedenen Witterungen.
  3. Wichtig ist zudem eine gute Verarbeitung des Schranks, die ebenso eine optimale Temperatur im Inneren gewährleistet. Hier ist besonders ein Blick auf die Tür zu werfen.

Ausstattung von Räucherschränken

Die meisten heute im Handel erhältlichen Räucherschränke bestehen im Inneren aus folgenden Teilen:

  • mehrere Ebenen (bis zu sechs Stück) mit Vorrichtungen zum Aufhängen oder Auflegen des Räucherguts
  • Räucherhaken zum Waagerechträuchern bzw. Stangen zum Senkrechträuchern
  • ein Rost
  • mehrere Fischkörbe
  • ein Glutkasten
  • einer Räuchermehlwanne
  • eine Abtropfwanne
  • Lüftungsschieber / Lüftungsklappe
  • Thermometer

Viele Räucherschränke können sowohl zum Kalt- als auch zum Heißräuchern benutzt werden. Dazu wird mit einem eingebauten Lüftungsschieber die Räuchertemperatur entsprechend reguliert.

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Tipps zur Inbetriebnahme eines Räucherschranks

  • Beim Aufstellen eines Räucherschranks sollte ein ebener, feuerfester Untergrund gewählt werden. Zudem sollte der Platz im Freien gewählt werden, der trocken und windgeschützt ist.
  • Beim Räuchervorgang gilt es die Windrichtung zu beachten, um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden.
  • Das Räuchergut sollte nur getrocknet in den Räucherschrank gelegt bzw. gehangen werden. Ebenfalls sollte natürlich darauf geachtet werden, dass auch das Innere des Räucherschranks trocken ist.

Anleitung – Räuchervorgang

Beim Heißräuchern wird der Räucherschrank zuerst auf 100°C vorgeheizt und anschließend der Rost bzw. die Roste mit dem Räuchergut in den Schrank eingehängt. Danach beginnt der Vorgang des Garens, der je nach Art des Räuchergutes eine unterschiedliche Temperatur und Dauer aufweist.

Im Anschluss daran kommt dann der eigentliche Räucherprozess:

  1. Zuerst werden die Räucherspäne in den Glutkasten gelegt und leicht fest gedrückt. Die Dosierung des Mehls ist entsprechend von Dauer und Temperatur des Räuchervorgangs sowie von Art und Menge des zu räuchernden Gutes abhängig.
  2. Anschließend werden die Späne entzündet und zum Glühen gebracht (z. B. mit Gasbrenner oder Holzkohle) .
  3. Sobald das Räuchermehl glimmt, wird die Schublade in den Schrank geschoben und die Räuchermehlkammer geschlossen.
  4. Das Räuchergut wird in den Schrank gehangen oder gelegt (Achtung! Das Gut darf dabei nicht die Innenwände oder sich gegenseitig berühren) und danach die Tür geschlossen.
  5. Jetzt wird der Rauchschieber entsprechend so eingestellt, dass Rauch auch nach unten entweichen kann.
  6. Während des Räucherns gilt es regelmäßig die Temperatur zu kontrollieren und evtl. zu regulieren.
  7. Zeitweise Räuchermehl nachfüllen, um den Räuchervorgang aufrecht zu erhalten.
  8. Wenn die vorgegebene Räucherzeit (je nach Räuchergut verschieden) abgelaufen ist, wird das Räuchergut aus dem Schrank entnommen. (Beim Kalträuchern sind mehrere Räuchergänge vonnöten.)
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