Neunerlei-Kräuter-Räuchermischung

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Eine alte germanische Räuchermischung ist die „Neunerlei“-Kräuter-Mischung, die ihren Namen aufgrund ihrer neun unterschiedlichen Zutaten bekommen hat. Neben der Kräutermischung gibt es aber auch noch eine weitere Mischung Neunerlei-Mischung: Diese setzt sich aus neun unterschiedlichen Hölzern zusammen, deren zugehörige Bäume von unseren Vorfahren als heilig verehrt wurden.

Geräuchert wurde diese Mischung in den so genannten „Rauhnächten“, wobei das Wort „rauh“ sich nicht nur auf die rauhe Winterzeit, sondern auch auf „Rauch“ bezieht. Nach der Wintersonnenwende folgen die zwölf Rauhnächte. Diese beginnen mit dem Heiligabend und enden in der Nacht vom 5./6. Januar. Das Räuchern in diesen Tagen bezweckt die Herstellung eines Kontakts zu den Ahnengeistern. Früher galten die Neunerlei-Mischungen aber auch als Räuchermittel zum Schutz vor Hexen und Teufeln.

Bestandteile der Kräuter-Mischung:

Neunerlei

Man sammelt von diesen neun Pflanzen jeweils die Blüten und vermischt diese zu gleichen Teilen. Ergänzend können der Mischung noch Wacholderbeeren und Olibanum beigegeben werden.

Bestandteile der Neunerlei Hölzer:

► Weitere Informationen zu Geschichte und Tradition der Rauhnächte haben wir in folgendem Artikel zusammengefasst: Rauhnächte – Rituale und Brauchtum

Übersicht der Räuchermischungen

 

Quellen:

  • Rätsch, Christian: Weihrauch und Copal. Räucherharze und -hölzer. Ethnobotanik, Rituale und Rezepturen; Baden und München 2004, S. 83.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 56, 217.