Griechische Räuchermischung

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Dreifuß der Phytia – Orakel von Delphi

Eine alte griechische Räuchermischung ist die „Räucherung von Delphi“. Diese geht zurück auf die antike Kultstätte Delphi. Im dortigen Heiligtum wurde dem Gott Apollon eine besondere Verehrung zuteil. Bei Christian Rätsch findet sich eine rekonstruierte Mischung die zu Ehren des Gottes Apollon im Tempel von Delphi als Räucheropfer dargebracht wurde. Dort weilte auch die Priestern Phytia, die aufgrund ihrer Weissagungen Berühmtheit erlangte und deshalb das Orakel von Delphi genannt wurde. Als Wächterin des Heiligtums residierte sie der Legende nach auf einem Dreifuß über einer Erdspalte, wobei heute vermutet wird, dass es sich dabei tatsächlich um ein Räucherbecken gehandelt hat. Laut Überlieferung stiegen aus dieser Spalte Dämpfe, welche die Priesterin in Trance fallen ließen.

Bestandteile:

Griechischer Räucheraltar

Vermutlich inhalierte die Phytia die Dämpfe diese Räuchermischung, die über eine stimmungsaufhellende und psychoaktive Wirkung verfügt, bevor sie mit ihren Weissagungen begann. Besonders die Bilsenkrautsamen dürften hier ihr übriges getan haben. Es handelt es sich bei dieser Mischung wahrscheinlich um die Ursache der omniösen „Dämpfe“, die die Priesterin in Ekstase versetzt hat.

 

Übersicht der Räuchermischungen
 

Quellen:

  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 56, 218.
  • Werner, Helmut: Die Magie der Zauberpflanzen, Edelsteine, Duftstoffe und Farben; Frechen 2001, S. 117ff.