Elemente-Räucherung

Eine bereits seit der Antike überlieferte Tradition sind die Elemente-Räucherungen. Dahinter steht die Auffassung, dass die vier verschiedenen Elemente auch eine bestimmte Wirkung auf Mensch und Natur ausüben. Aus diesem Grund verbrennen die Menschen spezielle Räucherstoffe, bei denen sie glauben, dass sie über eine besondere Verbindung zu diesem oder jenem Element verfügen. Ebenfalls werden die Elemente auch den Sternzeichen zugeordnet.


Was sind die vier Elemente?

Als die Elemente gelten traditionell Erde (terrae), Wasser (aquae), Luft (aeris) und Feuer (ignis). Zudem wird auch manchmal ein geheimnisvolles fünftes Element „Äther“ angegeben, welches weder greifbar noch sichtbar ist und das als Quintessenz (quinta essentia) der vier Elemente gilt. Dem fünften Element wurde besonders in der Alchemie eine große Bedeutung beigemessen. Diese Grundelemente wurden als Fundament des gesamten Universums angesehen, die alle Energien in sich tragen und aus denen alles Sein zusammengesetzt ist.


Bedeutung der der vier Elemente

Vier Evangelisten

Bereits seit langer Zeit identifizierten die alten Völker die Elemente, ebenso wie die Planeten, mit bestimmten Gottheiten oder Geistern (auch Elementargeister genannt). Im antiken Griechenland entwickelte sich die klassische Vier-Elemente-Lehre, wie wir sie heute kennen. Besonders der Vorsokratiker und Naturphilosoph Empedokles (5. Jhrdt. v. Chr.) sowie Platon (429-348/347 v. Chr.) und Aristoteles (384-322 v. Chr.) waren prägend für die Entstehung und Ausformulierung dieser Theorie. Von ihrem Ursprung Griechenland aus verbreitete sich die Vier-Elemente-Lehre im gesamten Orient und in Ägypten. Über die Araber gelangte sie dann im 12. / 13. Jahrhundert auch nach Europa.

Die Griechen teilten dabei die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer in je zwei Gegensatzpaare auf:

  1. Feuer – Wasser
  2. Erde – Luft

Von den Stoikern wurden Luft und Feuer jeweils als aktive Elemente bezeichnet, wohingegen Erde und Wasser als passive Elemente galten.

Traditionell werden den vier Elemente auch die vier verschiedenen Himmelsrichtungen zugeordnet:

  1. Erde: Norden
  2. Luft: Osten
  3. Feuer: Süden
  4. Wasser: Westen

In der christlichen Ikonografie wurden den vier Evangelisten ab etwa dem 4. Jahrhundert jene vier Lebewesen aus den Visionen im Buch Ezechiel (vgl. Ez 1,4–10) zugeordnet. Diese vier Symboltiere (auch Heiligen Tiere genannt), die auch für den Heilsplan Gottes – als Sinnbild der wichtigsten Heilsereignisse im Leben Jesu – stehen, wurden wiederum mit den vier Elementen identifiziert:

  • Markus: Feuer – Löwe – Auferstehung von den Toten
  • Lukas: Erde – Stier – Opfertod am Kreuz
  • Johannes: Luft – Adler – Himmelfahrt Jesu
  • Matthäus: Wasser – Mensch – Menschwerdung Gottes

Zudem werden die vier Evangelisten traditionell auch mit weiteren Vierergruppen wie u.a. den großen Propheten, den Paradiesflüssen, den lateinischen Kirchenvätern, den vier Erzengeln (Michael, Gabriel, Raphael und Uriel) oder den Kardinaltugenden kombiniert.


Passende Räucherstoffe für eine Elemente-Räucherung

Schon seit langer Zeit glauben die Menschen, dass bestimmte Räucherstoffe in einer besonderen Beziehung zu den vier Elementen stehen und werden deshalb von ihnen zu Elemente-Räucherungen verwendet. Die folgenden Räucherpflanzen und -stoffe kommen traditionell in den Elemente-Räuchermischungen zum Einsatz:

Während einige Räucherstoffe mehr diesem Element zugeordnet werden, gelten andere andere Stoffe mehr zu jenem Element passend. Je nach Ziel der Räucherung werden die Räucherstoffe entsprechend ausgewählt:

  • ausgleichende Funktion: Es werden Räucherstoffe vom gegenteiligen Element gewählt, um eine ausgleichende Wirkung zu erzielen
  • verstärkende Funktion: Es werden das jeweilige Element verstärkende Räucherstoffe ausgesucht.

Den vier Elementen werden häufig auch menschliche Eigenschaften zugeschrieben.

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Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Das Buch vom Räuchern; Aarau (Schweiz) 2009, S. 106.
  • Huber, Franz X.J./ Schmidt, Anja: Weihrauch, Styrax, Sandelholz. Das Erlebnisbuch des Räucherwerks; Bern – München – Wien 1999, S. 120ff.
  • Jung, Norbert: Teil 18 – Die Evangelistensymbole, in: www.moriah.de im Netz, URL:
    https://www.moriah.de/eob/dcms/sites/bistum/glauben/christliche_symbole.sic?f_action=show&f_newsitem_id=91957 (Stand: 06.05.2011)
  • Wollner, Fred: Duftender Rauch für die Seele. Vom praktischen Umgang mit Räucherwerk; München 1998, S. 99ff.
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