Räuchermaschine

Bei Räuchermaschinen handelt es sich um spezielle Apparaturen, die im 19. Jahrhundert im Umlauf waren und von denen heute noch die Beschreibungen in alten Lexika zeugen. Die Funktionsweise einer Räuchermaschine wird u. a. wie folgt beschrieben:

„Räuchermaschinen mit ewiger Glut (…), bei welchen ein Platindraht durch Weingeistdämpfe in fortwährendem Glühen erhalten wird, und daher auch als Zündmaschiene dienen kann. Er ist an einem Docht befestigt, der in einem Glas hinabgeht, in das man kölnisches Wasser, Pfefferminzwasser (Weingeist) oder ein anderes geistiges Wasser bringt, und für den ersten Anfang auch den Docht damit befeuchtet. Darauf nähert man ein Stückchen brennendes Papier dem dünnen Draht, bis er glüht. Er glüht nun fort, bis der Weingeist verzehrt ist (Monate lang, wenn man will), und der an ihm verbrennende Weingeistdampf verbreitet einen angenehmen Geruch. Mit kampferhaltigem Weingeist eignet sich diese Maschine besonders als Räuchermaschine gegen die Cholera.“

Quelle:

  • Allgemeine Handlungs-Zeitung: mit den neuesten Erfindungen und Verbesserungen im Fabrikwesen, und in der Stadt und Landwirtschaft (38. Jahrgang), Nürnberg 1831, S. 486.