Tabak (nicotiana rustica)

Tabak (nicotiana rustica) ⇒ Mehr Infos
Tabak - Räucherwerk
Beim Tabak handelt es sich um einen Räucherstoff, der beim Verbrennen einen Duft verströmt, dessen Geruchsnote einzigartig und besonders schwer, herb ist. Tabak kann sowohl allein, als auch in Räuchermischungen verräuchert werden. Dazu lässt sich das Kraut entweder traditionell in einer Räucherschale auf Holzkohle oder aber auf einem Räucherstövchen mit Sieb und Teelicht räuchern.

Charakteristikum von Tabak (nicotiana rustica)

Tabak - Räucherstoff

Tabak – Räucherstoff

  • Wissenschaftlicher Name: nicotiana rustica, nicotiana angustifolia Mill, nicotiana chinensis Fisch.
  • Art des Stoffes: Kraut
  • Duftnote beim Räuchern: schwer, herb
  • Wirkungsweise: reinigend
  • Anwendung als Heilmittel: Tabak wird in der Homöopathie bei Angina, Durchblutungs- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt.
  • Kulturelle Bedeutung: Die Tabakpflanze gehört zu den ältesten und wichtigsten indianischen Kulturpflanzen. Dabei wird Tabak in den indianischen Kulturen aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung als heilige Schamanenpflanze verehrt. In Europa galt die Pflanze nach ihrer Einführung lange Zeit als Allheil- und Wundermittel, was sich aber im Laufe des 19./20. Jahrhunderts mit der Verbreitung von Zigaretten durch die Tabakindustrie änderte, als man das hohe Suchtpotential von Tabak erkannte.
  • Traditionelle Nutzung: Das Kraut wird von den Schamanen der Indios in Mittel- und Südamerika schon seit vorkolumbianischer Zeit zum Räuchern und als Rauchmittel in Ritualen bzw. Zeremonien genutzt. Ebenfalls wird die Pflanze von Indianerstämmen in Form von Kautabak gegessen, als Schnupftabak geschnupft, als Tabakabsud getrunken oder als Tabakklistier (Einlauf) verabreicht, um in die Geisterwelt reisen zu können.
TotenkopfVorsicht! Das Rauchen von Nikotin ist gesundheitsschädlich (u.a. krebserregend, Schädigung des Herz- und Kreislaufsystems) und fördert Abhängigkeit. Eine Überdosis Nikotin führt zur Nikotinvergiftung, die sich mit Blässe, kaltem Schweiß, Kopfschmerzen und Krämpfen äußern kann und im schlimmsten Falle zum Tod führt. Die orale Einnahme kann bis zum Tod führen.

Das Verbrennen von Räucherwerk wie diesem oder anderer Räucherstoffe in Form von Harzen, Kräutern, Balsamen, Nadeln, Rinden, Hölzern, Wurzeln, Blüten, Tierischer Sekrete und anderer Substanzen gehört seit langer Zeit zum festen Brauchtum der Menschheit. Beim Verglühen verbreiten diese Stoffe ihren je eigenen charakteristischen Duft.

Tauche mit unserem Räucherstoffe-Duftkonfigurator tief in die Welt der Räucherdüfte ein und finde Deine Lieblingsräucherstoffe! So lässt sich einfach und individuell eine Räuchermischung nach Deinen Vorlieben zusammenstellen. ► Hier gehts zum Räucherstoffe-Duftberater…

 
Quellen:

  • Alberts, Andreas / Mullen, Peter: Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere; Stuttgart 1999, S. 152.
  • Rätsch, Christian: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen; Aarau (Schweiz) 2009, S. 27.