Rainfarn / Wurmkraut (tanacetum vulgare)

Rainfarn, Wurmkraut, Totenkraut, Unsterblichkeitskraut (tanacetum vulgare) ⇒ Mehr Infos

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Rainfarn – Räucherpflanze

Bei Rainfarn handelt es sich um eine Räucherpflanze, die beim Verbrennen einen Duft verströmt, deren Geruchsnote einzigartig und besonders fein, blumig, würzig, aromatisch, bitter ist. Rainfarn kann sowohl allein, als auch in Räuchermischungen verräuchert werden. Dazu lässt sich das Kraut entweder traditionell in einer Räucherschale auf Holzkohle oder aber auf einem Räucherstövchen mit Sieb und Teelicht räuchern.

Charakteristikum von Rainfarn / Wurmkraut (tanacetum vulgare)

  • Wissenschaftlicher Name: tanacetum vulgare
  • Art des Stoffes: Kraut
  • Duftnote beim Räuchern: fein, blumig, würzig, aromatisch, bitter
  • Wirkungsweise: ermutigend, reinigend (stark), positive Atmosphäre, abwehrend, erdend, schützend, lösend, stärkend, desinfizierend, insektenvertreibend
  • Anwendung als Heilmittel: Desinfektion
  • Historische Bedeutung: Der Rainfarn zählt zu den 73 Heilpflanzen, die sich im Capitulare (eine Art Lexikon) von Karl dem Großen aus dem Jahr 812 befindet.
  • Traditionelle Verwendung: In Räucherungen wird das Kraut traditionell zur Abwehr von Ungeziefer und bösen Geistern verbrannt. Im Mittelalter wurde der Pflanze zudem eine abwehrende Wirkung von Blitzschlag und Seuchen nachgesagt.

Das Verbrennen von Räucherwerk wie diesem oder anderer Räucherstoffe in Form von Harzen, Kräutern, Balsamen, Nadeln, Rinden, Hölzern, Wurzeln, Blüten, Tierischer Sekrete und anderer Substanzen gehört seit langer Zeit zum festen Brauchtum der Menschheit. Beim Verglühen verbreiten diese Stoffe ihren je eigenen charakteristischen Duft.

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Quellen:

  • Kinkele, Thomas: Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf; Oberstdorf ²2012, S. 150f.