Bärlauch (allium ursinum)

Bärlauch, Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen, Waldherre (allium ursinum) ⇒ Mehr Infos

Beim Bärlauch handelt es sich um eine Räucherpflanze, die beim Verbrennen einen Duft verströmt, deren Geruchsnote einzigartig und besonders ist. Bärlauch kann sowohl allein, als auch in Räuchermischungen verräuchert werden. Dazu lassen sich Kraut bzw. Blätter dieser Räucherpflanze entweder traditionell in einer Räucherschale auf Holzkohle oder aber auf einem Räucherstövchen mit Sieb und Teelicht räuchern.

Charakteristikum von Bärlauch (allium ursinum)

Bärlauch – Räucherpflanze

  • Wissenschaftlicher Name: allium ursinum
  • Art des Stoffes: Kraut
  • Duftnote beim Räuchern: ?
  • Wirkungsweise: reinigend, schützend, stärkend
  • Anwendung in der Räucherheilkunde: ?
  • Nutzung als Heilpflanze: In der Naturheilkunde wird der Bärlauch schon seit langer Zeit als Heilpflanze bei gesundheitlichen Beschwerden wie Blähungen, Bluthochdruck, Verdauungsstörungen sowie als Frühjahrskur angewandt.
  • Kulturelle Bedeutung: Bereits die Römer setzten den Bärlauch für eine blutreinigende Kur ein. Ebenso kannten die Germanen das beliebte Frühlingskraut als Heil- und Räucherpflanze. Spätestens seit dem frühen Mittelalter findet Bärlauch auch als Bestandteil von Kräuterbuschen Verwendung, die alljährlich an Mariä Himmelfahrt (15. August) in der Kräuterweihe gesegnet und dann im weiteren Verlauf des Jahres in den sogenannten Rauhnächten (Nächte zwischen Weihnachten und Neujahr) zum Schutz von Haus und Hof vor bösen Geistern, Unglück sowie Katastrophen jeglicher Art in Räucherpfannen auf glühender Holzkohle verräuchert werden. Räucherungen mit Bärlauch sollen besonders gut gegen böse Geister und Zauberei wirken. In der Küche wird Bärlauch zudem als Gewürz oder Beilage in Quark (Kräuterquark) oder in Salaten genutzt.

Das Verbrennen von Räucherwerk wie diesem oder von anderen Räucherstoffen in Form von Harzen, Kräutern, Balsamen, Nadeln, Rinden, Hölzern, Wurzeln, Blüten, Tierischer Sekrete und sonstigen Substanzen gehört seit langer Zeit zum festen Brauchtum der Menschheit. Beim Verglühen verbreiten diese Stoffe ihren je eigenen charakteristischen Duft. Eine Vielzahl der überlieferten Räucherpflanzen werden auch den traditionellen Heilpflanzen bzw. Heilkräutern zugerechnet und kommen seit alter Zeit in der Räuchermedizin für die Behandlung von unterschiedlichsten Erkrankungen zum Einsatz.

Vorsicht! Beim Sammeln von Bärlauch lässt sich dieser leicht mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechseln, deren Blätter denen von Bärlauch sehr ähnlich sind.
Tauche mit unserem Räucherstoffe-Duftkonfigurator tief in die Welt der Räucherdüfte ein und finde Deine Lieblingsräucherstoffe! So lässt sich einfach und individuell eine Räuchermischung nach Deinen Vorlieben zusammenstellen. ► Hier geht’s zum Räucherstoffe-Duftberater…